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Rechtsextremismus ins Abseits

30. Juli 2013

Unter diese Überschrift stellte der Präsident des DFB im April 2013 einen offenen Brief an alle Fußballvereine in Deutschland. Wolfgang Niersbach schrieb darin außerdem: „Wir alle wissen, dass rechte Gruppierungen auch den Fußball missbrauchen […]. Und wir alle sind aufgerufen, etwas dagegen zu tun“.

 

Wir alle sind also aufgerufen. Doch fühlen wir uns auch alle angesprochen?

 

Bei den Verantwortlichen von Fortuna Köln, unserem Gastgeber in der ersten Runde des DFB-Pokals, scheint der Aufruf von Präsident Niersbach jedenfalls nicht angekommen zu sein. Denn den eigenen Fans, die sich gegen menschenfeindliches Gedankengut im Fußball stellen, verbietet die Fortuna das Anbringen folgender Banner:

 

Kein Fußball den Faschisten!“ „Fight Racism!

 

Mit dem Verbot jener Banner, die seit langer Zeit ihren Platz im Südstadion hatten, duckte man sich im letzten Regionalligaspiel vor einigen rechtsextremen Gruppierungen des Gegners Alemannia Aachen. Man wolle „keine Provokationen schüren“ und ein „sauberes Fußballspiel“, so Fortuna-Pressesprecher Stephan Gohlke. Welches Verständnis von einem „sauberen Fußballspiel“ das sein soll, erschließt sich uns nicht. Denn den Menschen, die Zivilcourage zeigen, einen Maulkorb zu verpassen, ist nicht „sauber“, sondern feige und ganz und gar nicht im Sinne des Fußballs.

 

Extremismus und Intoleranz haben nur dort eine Chance,
wo weggeschaut und wo geschwiegen wird.

Wolfgang Niersbach, DFB

 

Wir Supporters Mainz unterschreiben diese Aussage des DFB Präsidenten. Denn wir sind davon überzeugt, dass man menschenverachtenden Ideologien nicht tatenlos gegenüberstehen darf. Allen Fans der Fortuna aus Köln und allen Fans der Alemannia aus Aachen gilt daher unsere Unterstützung im Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut und Diskriminierung.

 

Liebe Fortunen und liebe 05er,
euch und uns wünschen wir am Samstag ein „sauberes“ Pokalspiel, ganz im Sinne des Sports, des Fair Play Gedankens und ganz im Sinne einer Gesellschaft, die nie wieder wegschaut und nie wieder schweigt.

 

Der Vorstand
Supporters Mainz e.V.

 

hier der offenen Brief des DFB-Präsidenten vom April 2013

 

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