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Nummer 3: Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.

23. April 2020

Gude 05er,

heute stellen wir euch den dritten Spendenempfänger vor: Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.

Der Verein Armut und Gesundheit in Deutschland e.V., wurde im Jahre 1997 von Prof. Gerhard Trabert gegründet.Ein ausschlaggebender Punkt für den Arzt und Sozialpädagogen Prof. Trabert war, dass Armut krank und Krankheit arm macht. Diesen Zusammenhang beweisen einige wissenschaftliche Untersuchungen. Leider wird diesem Kontext in der Öffentlichkeit wenig Beachtung geschenkt. Eines der bekanntesten Modelle des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland ist das „Mainzer Modell“.

Bei diesem Modell, stehen wohnsitzlose Menschen im Vordergrund. Sie werden von medizinischem Personal nicht nur bei Anlauf-und Beratungsstellen der Wohnungslosenhilfe betreut, sondern auch durch das Arztmobil, eine rollende Ambulanz, an den an bekannten Verweilplätzen aufgesucht. Dies wird auch „medical streetwork“ genannt. In einem Jahr gibt es rund 2500 – 3000 Behandlungen bei ca. 600 PatientInnen im Jahr.

Seit Gründung des Vereins hat das Team vom Verein Armut und Gesundheit in Deutschland noch weitere Projekte ins Rollen gebracht. Wie zum Beispiel: Eine feste Ambulanz an der Mainzer Zitadelle, ein Street Jumper-Modell und weitere Projekte zur Förderung der Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen.

Hier die Projekte im Überblick:

  • Medizinische Ambulanz ohne Grenzen: Die Medizinische Sprechstunde richtet sich an Menschen in prekären Lebenslagen. Auch zunehmend nicht wohnungslose, arme Menschen erfragen medizinische Beratung und benötigen Hilfe. Zu den Patienten zählen Asylbewerber, papierlose Menschen oder ehemals privat Versicherte, die sich die Beiträge nicht mehr leisten können.

  • Soziale Beratung: Die soziale Beratung beinhaltet neben einer psychosozialen Hilfestellung, die Begleitung und Vorbereitung zur Rückkehr in das vorhandene Gesundheits- und Sozialleistungssystem (insbesondere Rückkehr in die Krankenversicherung).

  • Das „Mainzer Modell“: Mit Unterstützung des Arztes Prof. Trabert sorgt das „Mainzer Modell der gesundheitlichen Versorgung von wohnungslosen Menschen“ dafür, dass ärztliche, pflegerische und sozialarbeiterische Hilfe im Rahmen von medizinischen Sprechstunden in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und Unterkünften für Geflüchtete stattfinden kann. Mit dem „Arztmobil“, einer rollenden Ambulanz, werden zudem wohnungslose Menschen auf der Straße aufgesucht.

  • Street Jumper: Herzstück des Angebots ist ein für Kinder und Jugendliche attraktives, auffälliges Wohnmobil mit kleiner Küche, Sitzecke, Stauraum für Materialien etc. Bei uns gibt  es einen gesunden Imbiss, Getränke und ansprechende Sport- und Spielmöglichkeiten, körpertherapeutische Angebote und immer ein offenes Ohr. Im Mobil ist auch bei schlechtem Wetter Platz für Gespräche und individuelle Beratung oder um sich mal zum Lesen zurückzuziehen. Zusätzlich können wir Räumlichkeiten der ansässigen Jugendhilfeeinrichtungen für unsere Angebote nutzen.

  • Snoezelen in der Goetheschule: Beim Snoezelen geht es genau darum, diese Widerstandsfähigkeit zu fördern. Da aber gerade die Selbstbestimmung in der Lebenswelt von Kindern eher fehlt ist es wichtig, diese Ressource gemeinsam mit ihnen zu entdecken und zu entwickeln. Erreicht wird dies durch eine Form der Entspannungsschulung, in welcher gezielt Reize für alle 5 Sinne eingebunden werden. Durch den maßvollen Einsatz von Licht, Musik, Gefühl, Geruch oder Geschmack können die Sinne einzeln angesprochen werden.



Jetzt liegt es an euch, bestellt eifrig unsere Gänsjer-Shirts, Jutebeutel oder Aufkleber. Jeder Cent geht an die vorgestellten Organisationen.

Euer Team von der

Heile Heile Gänsje – Aktion


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